
Zur Zeit werden jährlich rund 210.000 verarbeitet, künftig soll dies auf 350.000 Tonnen pro Jahr gesteigert werden. Das sind rund 14.000 LKW pro Jahr.
Die AUREC GmbH ist seit 1992 am Standort Bernburg aktiv. Nun werden rund 6,5 Mio. Euro am Standort in Bernburg investiert. Wir haben mit Dr. Robert Wermuth, Geschäftsführer der AUREC in Bernburg gesprochen und uns darüber unterhalten, was die AUREC in Bernburg genau macht und warum die Investitionen notwendig sind. Die AUREC nimmt industrielle Abfälle unterschiedlicher Art an und bringt diese in vorgegebenen Mischungen zusammen. Das Material wird über Förderbänder und Rohleitungen unter Tage befördert und dann als Bergbauversatzmaterial eingebaut, um die geologischen Horizonte zu sichern.
Die Materialien, die hier gemischt werden, sind vornehmlich industrielle Abfälle, die beispielsweise aus Müllverbrennungsanlagen stammen, Stäube, die in der Filteranlage hängen bleiben oder Materialien aus chemisch physikalischen Aufbereitungsanlagen sowie Filterrückstände. Aus dem Gemisch entsteht letzten Endes untertage eine gewisse Festigkeit, um die Gebirge zu stützen. AUREC bringt die Materialien in der richtigen Mischung zusammen, so entsteht ein fester Baustoff, der diese Funktion übernehmen kann.
Der Salzbergbau hinterlässt unter Tage Hohlräume, die sich im Laufe von sehr langen Zeiträumen aufgrund der so genannten Konvergenz wieder schließen. Dadurch senkt sich auch die Erdoberfläche in einem für Mensch und Umwelt verträglichen Maß ab. In einzelnen Bereichen des Bergwerks mit erhöhter Konvergenz werden die Grubenhohlräume mit geeignetem Material verfüllt, um die Auswirkungen auf die Erdoberfläche zu minimieren.
Das Material., welches AUREC herstellt, wird nach dem Mischen einem Trichter zugeführt, von wo es über ein Fallrohr nach Untertage auf 420 Meter frei fällt. Unter Tage wird es dann per Förderbänder und LKW abtransportiert und am Bestimmungsort als Bergbauversatzmaterial eingebracht.
Von wo kommt das angelieferte Material?
Der Schwerpunkt ist ganz eindeutig Deutschland. Einige Kunden kommen aus Italien, Holland und Frankreich. Und dafür gibt es eine Erklärung, denn in Bernburg kann der Versatz unter Tage in einem langzeitsicheren Bereich entsorgt werden. Diese Kapazitäten gibt es nicht unbedingt in der Fülle, wie jetzt hier im mitteldeutschen Raum oder auch in Deutschland selbst.
In Deutschland gibt es mehrere Standorte, die diesen Nachweis führen können. Viele Materialien dürfen nicht über Tage deponiert werden, weil diese beispielsweise mit Chlorid belastet sind. Somit ist es auch eine Sicherheitsfrage, diese Stoffe in einen sicheren Stollen zu lagern, sicher und relativ sicher gegen Wassereinbruch.
Im Rahmen aller Untertage-Entsorgung, sei es Deponie oder sei es eine Untertage Verwertung, muss ein sogenannter Langzeitsicherheitsnachweis geführt werden. Der besagt, dass diese Hohlräume oder dass die geologische Schicht aus der Geologie heraus so abgeschottet ist, das dies gegenüber Grundwasser und Abwässer über mehrere zig Jahre, wenn nicht sogar Millionen Jahre sicher ist.
Wozu dient der Hallenneubau?
Zwei Hallen mit ähnlicher Größe sind seit vielen Jahren in Betrieb, die dritte Halle wird eine Größe von 3000 Quadratmeter aufweisen. Mit Zunahme des Materials, das die AUREC angeliefert bekommt, besteht der Bedarf für zusätzliche Lagerkapazitäten. Zur Zeit werden jährlich rund 210.000 verarbeitet, künftig soll dies auf 350.000 Tonnen pro Jahr gesteigert werden. Das sind rund 14.000 LKW pro Jahr. Für den Neubau investiert AUREC rund sechseinhalb Millionen Euro.
Das angelieferte Material wird in einem zehn Kubikmeter großen Mischer mit unterschiedlichen Komponenten portionsweise zusammengebracht. Eine Portion beträgt zwischen 4,5 und sieben Tonnen. Das gemischte Material bleibt anschließend zwischen acht und zehn Stunden liegen, bevor es dann nach Untertage gefördert wird.
Die Kontrolle erfolgt durch das Landesverwaltungsamt, die hier zuständige Aufsichtsbehörde. Das Modell, so wie es in Bernburg geführt wird, gibt es nur zwei Mal in Deutschland.
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